Solidaritätsaufruf 1. Mai

Der 1. Mai 2007 war ein riesiger Erfolg. Weltweit gingen Hunderttausende auf die Strasse um gegen Sozialabbau und Krieg zu protestieren und eine bessere Gesellschaft zu fordern.

Der 1. Mai 2007 war ein riesiger Erfolg. Weltweit gingen Hunderttausende auf die Strasse um gegen Sozialabbau und Krieg zu protestieren und eine bessere Gesellschaft zu fordern.
Auch in Zürich beteiligten sich mehrere Tausend Leute. Zum ersten Mal seit Jahren konnte die revolutionäre 1. Mai-Demonstration, die so genannte Nachdemo, dank der hohen Beteiligung wieder weitgehend ungestört stattfinden.

Kampf gegen Zweiklassenbildung und Bildungsabbau am 1. Mai
Am 1. Mai wurden auch die Missstände im Bildungssystem thematisiert. Auf einem unübersehbaren Transparent stand die Parole: Bildung für alle… hat keinen Platz im Bonzenstaat!“ Zudem gabs Flugblätter und Reden gegen den Bildungsabbau und den steigenden Leistungsdruck.

Die Zweiklassenbildung, welche grosse Teile der Bevölkerung von höherer Bildung ausschliesst, wurde genauso verurteilt, wie die Tatsache, dass die Unternehmen und Konzerne über die Lerninhalte bestimmen. Auch wurde gefordert, dass die Interessen und Bedürfnisse der Lernenden in die Ausbildung miteinbezogen werden.

Farbanschlag gegen die Bildungsdirektion
Am Abend des 1. Mai wurde das Gebäude der Bildungsdirektion am Walchetor mit Farbe und Steinen angegriffen. In der Erklärung zu dieser Aktion hiess es:
„Wir haben heute am Kampftag der ArbeiterInnenklasse die Bildungsdirektion am Walchetor mit Farbe und Steinen angegriffen. Damit treffen wir die für den Bildungsabbau Verantwortlichen. Trotz starker Proteste von SchülerInnen, Studierenden, Eltern und LehrerInnen hat die Bildungsdirektion das “Sanierungsprogramm 04″ durchgesetzt. Das bedeutet im Klartext:

- Die Streichung von musischen Fächern, der Hauswirtschaftskurs und Freifächern.
- Die Erhöhung von Beiträgen für Projekte und Exkursionen.
- Weniger Schulstunden: Also gleicher Stoff in kürzerer Zeit lernen.
- Entlassungen von LehrerInnen, AssistentInnen und weiterem Personal.

Doch damit nicht genug: Das nächste Sparprogramm ist schon eingeleitet. Was die Konzerne später nicht unmittelbar verwerten können wird gestrichen: Die Schule wird so mehr und mehr zur Lernfabrik.
Die Chancengleichheit, von der die Bildungsdirektion säuselt, ist eine hohle Phrase. Studiengebühren und die Tatsache, dass die Leistungen oftmals nur noch mittels teurer Nachhilfestunden erbracht werden können, machen das Schulsystem zur Zweiklassenbildung. Die Statistik zeigt klar: wer reiche Eltern hat, schafft’s an die Uni; Arbeiterkinder machen eine Lehre.

Wir wollen keine Bildung, die uns zu gut funktionierenden Angestellten macht. Wir wollen eine Ausbildung, die ihren Namen verdient, indem sie die Interessen und Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigt. Dies kann nur erreicht werden, wenn wir gemeinsam mit allen anderen Kämpfenden den Kapitalismus auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgen.
In diesem Sinne ist dieser Angriff ein Beitrag zum Kampf gegen den Kapitalismus, der sich heute in verschiedenen Formen ausdrückte.

Kampf für Bildung heisst Kampf dem Kapital und seinen Handlangern!
Bildung für alle und zwar nach unseren Interessen!

Solidarität mit den kämpfenden SchülerInnen in Griechenland, Frankreich, Deutschland und überall! 1. Mai – Strasse frei!“

Einzelne sollen bestraft werden, gemeint sind wir alle.
Die Bullen haben während dem ganzen 1. Mai ca. 110 Leute in Haft genommen. Davon sitzen heute immer noch mindestens 10 im Knast. Die Bullen wollen Sieben von ihnen nun den Farbanschlag gegen die Bildungsdirektion anhängen. Sie versuchen den Angriff, der aus eine Bewegung gegen Zweiklassenbildung und Bildungsabbau kommt einzelnen Leuten anzuhängen. Dabei wird eine willkürliche Verhaftung im Bullenjargon schnell einmal zum „in flagranti ertappt“. Doch dass lügen zum Beruf der Bullen gehört, ist ja nichts neues…

Mit der langen Haft versuchen die Schergen von der Stadtpolizei die jungen Leute einzuschüchtern. Doch der Widerstand lässt sich nicht so einfach einschüchtern. Wir treffen uns jeden Abend und schicken den Gefangenen unsere lauten Grüße!
Wir fordern das Ende der Kriminalisierung der Bewegung gegen Bildungsabbau und Zweiklassenbildung und die Freilassung aller Gefangenen des 1. Mai.

Solidarität ist eine Waffe!

Freiheit für die Gefangenen des 1. Mai 2007!
Freiheit für Mehmet Esiyok!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Komitee für die Freilassung der Gefangenen des 1. Mai 07

DEMO:

Sa. 12.5.07, 20:00 Uhr Kanzleiareal Zürich

Unterschreibt den Solidaritätsaufruf! (E-mail an revmob_zh@yahoo.de )

Spendenkonto: Solikasse Zürich PC 87-500165-2, Vermerk: 1. Mai

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